fiene & 14. mai 2015

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Guten Tag. Feiertag. Vatertag. Vor zehn Jahren habe ich beim Campusradio ein Interview mit Harald Martenstein geführt. Ich weiß nicht mehr warum. Wahrscheinlich fand die Redakteurin es schön, dass wir mal mit Harald Martenstein im Radio telefonieren. Martenstein und ich haben dann über sein Unwohlsein wegen des Vatertags gesprochen. Wenn Männer in Gruppen mit vielen Bierflaschen in der Hand und noch mehr Kisten im Anhänger durch die Stadt ziehen. Ich konnte ihn etwas aufheitern, als ich ihm sagte, dass in diesem Sinne für viele Studenten jeden Tag Vatertag ist …

Selfie des Tages. Seit gestern stehen die Gewinner des Grimme-Online-Awards fest und wir haben als Jury unser bestes gegeben, das Grimme-Team in die Verzweifelung zu treiben. Warum? Das werdet ihr bei der Preisverleihung am 18. Juni erfahren. Auf jeden Fall mussten wir unser Jury-Team-Foto noch einmal wiederholen und haben bestanden, daraus ein Selfie zu machen. Das Orga-Team war nicht überglücklich (“Ist das nicht schon wieder out?”) — aber wir hatten dennoch ein paar Anlaufschwierigkeiten, wie ihr auf dem heutigen Foto seht. Wo wir gerade beim Thema sind:

Argh des Tages. Bitte! keine! Scrollformate! mehr!

Jubiläum & Hörtipp des Tages. Heute gibt es die 400. Ausgabe von “Was mit Medien”. Wahnsinn! Ich bin sprachlos. Wie die Zeit vergangen ist. Vor zehn Jahren ging es mit dem Podcast los. Hört doch heute um 20 Uhr bei DRadioWissen zu — wir sprechen mit alten Wegbegleitern. Petra, Katrin, Manfred und Malte sind dabei.

Artikel des Tages. T3N, das tolle Projekt wird in diesem Jahr übrigens auch zehn Jahre alt, erklärt in fünf Schritten, warum eure Pressemitteilungen so selten in einem Artikel münden. Mein Kommentar: Das gilt nicht nur für PR-Leute von Startups.

Job des Tages: Der Engagement Editor. Könnte man als Social Media Editor 2.0 bezeichnen. Bei Medium.com könnt ihr den Tagesablauf von Annie Shield von The Nation nachlesen. (Danke, Igor!)

Erinnerung des Tages. Es gab einmal eine Zeit, in der Viertelnachbarin Franziska und ich immer den Sonntag zum Anlass nahmen, um “Qualitätscontent” in unseren Blogs zu veröffentlichen. Das war mehr ein interner Arbeitsbegriff und keine Zustandsbeschreibung. Häufig hat mich Franziska schon Mitte der Woche gefragt, was ich denn als “Qualitätscontent” am Sonntag veröffentlichen werde. Daran erinnere mich gerne. Aus dem Schwung der Erinnerung habe ich diesen Feiertag genutzt und auch etwas längeres gebloggt: Eine Pizza-Reise durch New York. Mein Lektüretipp für euren Feiertag.

fiene & eine pizza-tour durch new york

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Als ich im März in New York ankam, fielen mir auf Swarm die Checkins von Selim Varol auf. Normalerweise begleiten mich die Checkins des “What’s Beef”-Gründers in Düsseldorf. Was macht er denn in New York? Müsste er nicht in Düsseldorf an dem Nachfolger seines Toykio-Cafés arbeiten?

Aus Toykio wird “Whats Pizza“. Die Vorbereitungen laufen. April wurde als Eröffnungsziel nicht ganz geschafft, jetzt soll es die zweite Mai Woche werden. Moment, stecken wir nicht schon drin?

Aber was war das jetzt mit New York? Selim Varol war nicht im Urlaub. Es war so etwas wie eine Recherchereise. Er hat die unterschiedlichsten Pizza-Läden besucht, begutachtet und betestet; bezeichnet als “NYC tasting trip”. Swarm diente als sein digitales Notizbüchlein. IMG_9827 Da dachte ich mir: Warum die Route nicht für alle notieren? Zum Nachreisen, mitprobieren und hungrig werden …

      1. Wir beginnen in Brooklyn: Best Pizza (Williamsburg) (33 Havemeyer St (btwn N 7th & N 8th St.), Brooklyn, NY 11211, USA)Screenshot 2015-05-14 13.17.52Selim meint: “NYC Pitzstop Nr. 1: nice crew, delish slices & good prices!Not “the” best we had but good. They def have a nice sellection of sodas…”

      2. Roberta’s Pizza (East Williamsburg) (261 Moore St (at Bogart St), Brooklyn, NY 11206, USA) robertasHier gibt es eine Pizza mit dem Namen “La Düsseldorf” (prairie breeze, brussels sprout, shallot, pickled mustard seed, horseradish, lemon für 16 Dollar). Selim meint: “We came all the way from Düsseldorf to New York to order this Pizza! Feels like home! We ❤️Roberta’s.”

      3. Gorilla Coffee (97 5th Ave (at Park Pl), Brooklyn, NY 11217) gorilla Zwischendrin auch mal einen Kaffee. Selim meint: “allways good to be here! sweet memories❤️❤️” und bei einem späteren Checkin: “It’s all about Artisan Pizza, Coffee & Beer! The idea of Toykio and our Coffee roots are deeply inspired by Gorilla Coffee in Park Slope Brooklyn. Well worth a visit and our permanent Embassy on al…”
      4. Di Fara Pizza (Midwood) (1424 Avenue J (at E 15th St), Brooklyn, NY 11230, USA) difarapizzaSelim meint: “Spread Love its the Brooklyn Way! The “Don”Dom Demarco is handling the Pizza with his bare amazing hands for over 50 Years now! Much respect & ❤️ to the Di Fara Family!”

      5. L&B Spumoni Gardens (Gravesend) (2725 86th St (at W 10th St.), Brooklyn, NY 11223, USA) spumonigardens Selim meint: “Delishious Tomato Pie! Recommendable! ❤️❤️❤️❤️” und “TomatoPie & IceCream @ L&B Spumoni Garden! We Love Love Love the fruity Pie Pizza! Düsseldorf stay tuned!”

      6. Grimaldi’s Pizzeria (Dumbo) (1 Front St (at Cadman Plaza W), Brooklyn, NY 11201)grimaldis Selim meint: “Red & White @ Grimaldi’s! Very Good but not the Best!”

      7. Franny’s (North Slope) (348 Flatbush Ave (btwn Sterling Pl & 8th Ave), Brooklyn, NY 11238, USA)frannys
      8. Giuseppina’s (Greenwood) (691 6th Ave (at 20th St.), Brooklyn, NY 11215, USA) Selim meint: “Worth a try if your in Brooklyn Park Slope…”
      9. Weiter geht es in Manhattan: Lombard’s Coal Oven Pizza (Little Italy, Soho) (32 Spring St (at Mott St), New York City, NY 10012, USA)lombardi Selim meint: “Good but not our favorite…”

      10. Prince Street Pizza (Nolita) (27 Prince St (btwn Mott & Elizabeth St), New York City, NY 10012, USA)princestreetpizza Selim meint: “Crispiest Slice in NYC! Very recommendable.”
      11. Williamsburg Pizza (Lower East Side) (277 Broome St (at Allen St), New York City, NY 10002)williamsburg Selim meint: “1st Price for best Slice 3 Times in a row! #respect”
      12. Motorino (East Village) (349 E 12th St (at 1st Ave), New York City, NY 10003)motorino Selim meint: “NYC’s finest & 1 of #whtsbf’s favorite places!” und “its all about details! these masters serve cane sugar coke with your pizza! #magnificent” und “Brusslespouts @ Motorino! Simply delish! These guys are up and running for 8 years and true to the game … hats off!”

      13. John’s of 12th Street (East Village) (302 E 12th St (btwn 1st & 2nd Ave), New York City, NY 10003, USA) johns Selim meint: “Vegan rules! Since 1908! #unbeleivable. These Guys are trippin'”
      14. Zwischendrin ein Eis: Big Gay Ice Cream Shop (East Village) (125 E 7th St (btwn 1st Ave & Ave A), New York City, NY 10009)biggayicecream Selim meint: “The salted Pimp rules the Street! 👍”
      15. Luke’s Lobster EV (East Village) (93 E 7th St (btwn 1st Ave & Ave A), New York City, NY 10009, USA) lukes Selim meint: “Simply yum! Just try the 15$ Lobster Sandwich! Very good for the small apetite. 🌟🌟🌟🌟”
      16. Rubirosa (NoLita) (235 Mulberry St (btwn Prince & Spring St), New York City, NY 10012, USA) rubirosa Selim meint: “Check out the Oven in the Back! 🌟🌟🌟🌟”
      17.  

      18. Zurück nach Brooklyn – wie wäre es mit Burger? Bareburger (Park Slope) (170 7th Ave (at 1st St.), Brooklyn, NY 11215, USA)bareburger Selim meint:”Good but not the best!”
      19. Nach vier Tagen verabschiedete sich Selim am Flughafen mit den Worten “Back to the Family” — Danke Selim, dass du uns mit auf die Reise genommen hast. Ich bin gespannt, welche Einflüsse es zu “Whats Pizza” schaffen – ich komme vorbei und probiere.

        (Fotos: Foursquare-Tipps der Nutzer)

fiene & 13. mai 2015

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Guten Tag. An diesem Morgen haben alle Schnappatmung, weil Facebook seine “Instant Articles” in den öffentlichen Test geschickt hat. Die New-York-Times ist dabei und einige rufen gleich den Anfang vom Ende aus. Dürfen Medienhäuser denn heute nicht mal mehr testen? Ich kann gerne noch mal ein paar Links raussuchen, wo ihnen mangelnder Mut zum Experimentieren vorgeworfen wird. Liebe ins Internet-Reinschreiber: Statt Aufregung würde ich lieber eine Auseinandersetzung mit der Funktionsweise lesen — was macht Facebook, damit die Reichweite den Medienangeboten zugerechnet werden kann, wie sieht das mit der Vermarktung aus, wird die Medienmarke ordentlich gewürdigt und so weiter …

Hashtag des Tages. Schaut mal nach #GOA15 und #GrimmeLeaks. Heute tagt noch mal die Jury für den diesjährigen Grimme Online Award. Gestern ist nicht nur ein Selfie ins Netz gelangt (siehe Foto), sondern auch die eine oder andere Indiskretion aus der Sitzung. Ich bin wie immer völlig unschuldig 😉

Format des Tages. Das Hochkantvideo. Mein RP-Online-Redaktionsleiter Oliver Havlat hat mir ganz fasziniert das erste Mal beigebracht, dass das Hochkantvideo eine eigene Gattung ist. Die Ice-Bucket-Challenge hat das Hochkantvideo hoffähig gemacht. Meerkat und Periscope setzen es mit Pride ein.  Und jetzt kommt Vervid.com: Dieses Projekt will ein YouTube für Hochkantvideos werden.  Wolfgang Blau twitterte Kontext:

Seminar des Tages. ”Kannst du mit dem Seminar nicht mal wieder nach Süddeutschland kommen?” Oft gehört – die Antwort lautet: Ja! Liebe Radio- und Fernsehmacher in Baden-Württemberg. Eure Landesmedienstalt bietet am 13. Juni ein Seminar mit mir zum Thema “Smartphone-Reporting” an. Neugierig? Macht mit und sagt es gerne auch euren Kollegen!

Indiskretion des Tages. Kara Swisher (sie mag meinen roten Anzug) hat es mal wieder rausgehauen: Verizon will ja AOL übernehmen und AOL überlegt deswegen die Huffington Post wieder zu verkaufen. Interessent laut Kara: Der Axel Springer Konzern. Was denkt wohl Hubert Burda?

Hä? des Tages. Ihr habt es bestimmt  schon mitbekommen, aber es lässt mich so ratlos zurück, dass ich es auch noch mal aufschreiben muss: 2,1 Millionen Amerikaner bezahlen noch den Dial-In-Dienst von AOL. Mit ihren (hoffentlich) 56k-Modems gehen sie so ins Netz. Wie wir vor 20 Jahren. Das ist langsamer als mit Edge. 2,1 Millionen … .

Betrug des Tages. Im Radio habe ich schon über diese Betrugsmaschen gesprochen, aber für euch habe ich auch noch mal diese Aufklärer-Links, für derzeit nervige Betrügereien. Die könnt ihr bestimmt immer mal gebrauchen.

Kaffee? What You Need To Know About The Past, Present And Future Of Coffee.

 

fiene & 12.05.2015

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Guten Tag. Heute Morgen habe ich etwas mit Germanwings gemeinsam. Wir warten. Die das Flugzeug. Ich auf den Flug. Der Support via Twitter war allerdings vorbildlich.

Countdown des Tages. Am Donnerstag feiern wir die 400. Ausgabe von “Was mit Medien”. Seit 10 Jahren läuft die kleine Kuschelsendung von Herrn Pähler und mir. Wir versuchen gerade die Stimmen der ersten Stunde für die Feiertagsausgabe bei DRadioWissen zu akquirieren.

Neuigkeit des Tages. Das ARD IFA-Radio kommt in diesem Jahr zurück. Zum dritten Mal funken wir von der IFA und ich habe auch schon eine Einladung bekommen. Ob ich mit Richard Gutjahr oder Herrn Pähler wieder eine WG für die Zeit in Berlin gründe? Wir wissen es noch nicht.

Gedanke des Tages. Ich bin ja Fan von Detektor.fm. Inhalte treffen auf gute Musik — das Team ist mit Leidenschaft dabei und schafft es nun schon seit Jahren auf dem Markt zu bleiben. Ausgerechnet die traditionellen Verlage sind ein nicht unwesentlicher Bestandteil, die das Bestehen mit sichern. Seit längerer Zeit vertonen die Detektor.fm-Macher nebenher das Streiflicht der SZ. Jetzt lesen die Detektor.fm-Stimmen noch weitere Inhalte von Verlagen ein. Irgendwie schräg.

Konkret lesen die Detektor.fm-Stimmen für die Nutzer der App Phonicle. Die Selbstbeschreibung:

Die neue Audio-Plattform PHONICLE (iOS und Android) verbindet moderne Mediennutzung mit traditionellem Qualitätsjournalismus. Ab sofort müssen Zeitungsleser unterwegs nicht mehr auf ihre Lieblingsmedien verzichten. Denn sie können sie ganz bequem auch mobil hören und nebenbei nutzen. Die Sprecher des Audiopartnersdetektor.fm lesen ihnen ausgewählte Artikel aus Tageszeitungen wie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und dem „Handelsblatt“ oder Magazinen wie „The European“ vor.

 

Journalist Marc Krüger fragt in seinem Blog: Macht die Phonicle-App dem Radio Konkurrenz? Meine Kurzantwort: Nein. Sein Testbericht ist trotzdem lesenswert.

Ich mache mir lieber Gedanken: Was sagt es uns, dass immer mehr (TM) Verlage ihre schriftlichen Texte auch vorlesen lassen. Funktioniert das überhaupt? Nicht ohne Grund schreiben tagtäglich Radioleute die Nachrichten hörgerecht um. Ich bin skeptisch.

Lesetipp des Tages. In meinem Berliner Motel One fühlte ich mich vergangene Nacht sehr sicher, denn die größte Reisegruppe stammte von der Polizei. Sie schützten nicht nur meine Träume, sondern auch den Israelischen Staatspräsident. Während Rivlin in Berlin weilt, ist als Austausch der “Rheinische Post”-Kollege Frank Vollmer derzeit in Israel. Er hat ein lesenswertes Reiseblog gestartet: “Ferne Freunde: Deutschland und Israel”.

Fakt des Tages. Googles selbstfahrendes Autos sind nicht unfallfrei. Aber dennoch beeindrucken die Zahlen. Sie hatten in sechs Jahren auf 1,7 Millionen Meilen nur elf kleinere Unfälle – die Schuld lag stets nicht an den Google-Cars, wie dieser Blogbeitrag von Googles Auto-Direktor zeigt.

Verpasser des Tages. Seit dem Wochenende findet in Düsseldorf die Beyond Tellerand statt. Eine kleine, feine Veranstaltung, die den Blick über den Tellerand für Webleute wagen will. Ich wäre so gerne dabei gewesen, aber es passte einfach nicht. Ich freue mich auf Nachberichte und folge dem Hashtag .

fiene & 11. mai 2015

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Guten Tag. Ich wühle mich gerade durch die Nominierten des Grimme Online Awards. Ich bin mit der Sichtung fast fertig — selbst aber schon fix und fertig. So viele gute Sachen. Zu viele Scrollformate.

Aufruf des Tages Ein Projekt, welches mir in toller Erinnerung geblieben ist, war das Crossmedia-Projekt zu den Tutzinger Radiotagen 2013. Mit jungen (18-31) Onlinern und/oder Radiomachern haben wir die Begleitung zu den Radiotagen gerockt. Ein so unterschiedliches und somit tolles Team, das in drei Tagen richtig etwas gerissen und gemeinsam viel gelernt hat. Schaut euch das Ergebnis von 2013 an. Wir können das in diesem Jahr bei den Radiotagen wiederholen: Dennis Horn und ich suchen 6 Talente, die Lust haben, mit uns im Juni zum Starnberger See zu fahren, um die Radiotage zu begleiten. Kennt ihr wen? Gerne weitersagen. Neugierig? Hier bewerben!

Hä? des Tages Kennt ihr schon Jan? Der bärtige Chief of Client Happiness begrüßt euch mit einem “Namasté” in dieser Staubsauger-Werbung (!) (Jetzt ist es schon soweit, dass ich euch hier Werbung freiwillig zeige.)

Entdeckung des Tages nachbarschaft.net — eine App zur Entdeckung der Menschen in der Nachbarschaft. Schöne Idee. Nach Frankfurt jetzt auch in anderen Städten. Am Samstag ging es in Düsseldorf los.

Was vom Wochenende übrig bleibt … ganz schön viel Post-re:publica-Blues. Das war eine gute Konferenz in der vergangenen Woche. Meine Highlights könnt ihr in der “Was mit Medien”-Ausgabe vom Donnerstag bei DRadioWissen nachhören. Henning Bulka spielt seine heute zwischen 18 und 20 Uhr in der Sendung mit dem Internet bei Antenne Düsseldorf (zum Stream). Ich habe frei.

 

fiene & eine nebenbei-revolution

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Ach ja, dann war gestern ja noch Revolution. Ich wollte das kurz aufschreiben, weil wir das ja sonst nicht mitbekommen.

In einigen Jahren schauen wir auf den 24.04.2015 zurück und sagen: Was für ein Tag, dieser Verkaufsstart für die Apple Watch. Das hat den Konzern ganz schön verändert. Das hat unser Verhältnis zu mobilen Geräten auf den Kopf gestellt. Die Menschen tragen wieder Uhren. Auch Medien mussten umdenken und sich dem neuen Fluss von Nachrichten anpassen — die ersten Versuche alte Apps auf die kleine Bildschirmgröße zu packen, waren putzig.

Und dann war dieser Freitag so unspektakulär. Die ersten Schlagzeilen hatten eine schnelle Meinung. Mein Paketbote hatte nicht mehr zu tun als sonst. Den iPhone-Erstverkaufstag hasst er immer, weil er dann so unglaublich viele Auslieferungen hat. Am Apple-Store gab es auch nichts zu sehen — mein Foto war von 09:45 Uhr, kurz vor der Öffnung. Kein Hauch von Magie, aber lange Lieferzeiten im Online-Shop.

Understatement ist wieder modern.

(Videos via iPhoneblog)

fiene & grimme online award 2015

Die Nominierungskommission des Grimme-Online-Awards 2014 (Foto: Grimme-Institut)

Ich freue mich über ein kleines Upgrade: Nach drei Jahren in der Nominierungskommission, darf ich in diesem Jahr in der Jury des Grimme Online Awards mitwirken. Ich habe die Arbeit mit den Kolleginnen und Kollegen geliebt*: Das endlose Sichten, die ergiebigen Diskussion und hinterher die Spannung, welche der Nominierten tatsächlich gewinnen. In den drei Jahren habe ich viel über das deutschsprachige Netz gelernt. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie die Arbeit in der Jury läuft. Ich werde es euch verraten.

Was mich freut: Mein RP-Online-CvD Marc Hippler ist in die NomKom nachgerutscht. Liebe NomKom-Kollegen: Ihr werdet euch gut verstehen und ich werde es vermissen, dabei zu sein.

Liebe alle, damit wir aus möglichst vielen Angeboten die besten Projekte küren können und niemanden vergessen, habe ich eine Bitte. Geht doch bitte einmal in euch und überlegt: Welche inhatlichen Angebote haben euch in letzter Zeit beeindruckt, überrascht oder durch ihre stetig gute Leistung überzeugt, sodass ihr sie immer wieder nutzt? Schickt uns die URLs, damit wir uns die auf jeden Fall anschauen. Egal, ob es sich um eine App oder Webseite oder einen Twitter-Account handelt. Bis Sonntag (15.03.) können noch eure Nominierungsvorschläge eingereicht werden – bitte macht mit!

(*Auf dem Foto seht ihr die NomKom aus dem letzten Jahr.)

fiene & ein tag in new york im schnee

Als ich am Montag in New York ankam, wurde ich mit Schnee begrüßt. Gestern hatten wir 6 Grad und der Schnee war verschwunden. Über Nacht kehrte er zurück. New York zeigte sich bei 6 Grad minus von einer ganz anderen Seite. So ruhig habe ich die Stadt noch nie erlebt. Bildschirmfoto 2015-03-05 um 21.22.51 New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee New York Schnee IMG_4980 IMG_2479 New York Schnee New York Schnee IMG_7572 New York Schnee New York Schnee

fiene & die beste daten-sim für die usa kommt von …

tmobile

Nächste Woche findet in Austin wieder die South by Southwest Interactive statt. In diesem Jahr werden noch mehr Deutsche dabei sein. Für alle stellt sich die Frage: Wie komme ich mit meinem Smartphone online? Auch wenn ihr nicht zur SXSW fahrt, könnte dieser Tipp für euren nächsten USA-Aufenthalt wertvoll sein. Speichert euch den Tipp am Besten gut ab.

Vor zwei Jahren habe ich euch diese Tarife schon einmal empfohlen, im letzten Jahr habe ich sie auch gerne genutzt und in diesem Jahr gibt es das Update zum Tipp: Ich empfehle weiter die Prepaid SIM-Karten von T-Mobile USA. Ihr geht einfach zum nächsten T-Mobile-Store und entscheidet euch für einen der aktuellen Tarife. Ihr bezahlt einmalig die Monatsgebühr im Store und ihr erhaltet dann eure SIM-Karte, mit einer eigenen US-Nummer, die ihre direkt nutzen könnt. Wenn ihr die Karte länger als einen Monat nutzen möchtet, dann müsstet ihr euch über ein Web-Interface einloggen und die Monatsgebühr bezahlen. Wenn ihr die Karte nur einen Monat nutzen möchtet, dann braucht ihr nichts unternehmen. Das ist sehr bequem. Bis vor einigen Jahren gab es zu diesen Bedingungen nur eine EDGE-Verbindung bei den Prepaid-Datentarifen. Inzwischen ist sogar 4G (LTE) möglich. In den letzten drei Tagen bin ich schon ganz begeistert mit Dauer-LTE-Beschallung durch Manhattan gelaufen. Je nachdem wie lange euer USA-Aufenthalt ist, kann sich sogar das ganz große Paket lohnen. Bei den Prepaid-Tarifen gibt es nun auch spezielle Surf-Tarife. Aktuell gibt es die folgenden Angebote:

  • Simple Plans: 40 Dollar (+SMS, Anrufe etc.) und 1 GB 4G-Daten. (50 Dollar: 3GB; 60 Dollar: 5 GB).
  • Pay As You Go: 3 Dollar am ersten Tag des Monats, in dem man die SIM-Karte nutzt, dazu dann folgende Optionen:
    • 5 Dollar / Tag für 500 MB 4G-Daten.
    • 10 Dollar / Woche für 1 GB 4G-Daten.
  • Internet Plans:  Es geht los bei 20 Dollar mit einem 1 GB 4G-Daten und endet bei 70 Dollar mit 11 GB 4G-Daten. Es gibt auch eine Variante mit 80 Dollar und unlimited 4G-Daten (ja, wirklich!). Bei dieser Option kann das Smartphone auch als Hotspot dienen und dort bis zu 5GB Daten verbrauchen.

Mittlerweile sind die Tarife etwas komplizierter geworden. Aber im T-Mobile-Store könnt ihr auch gut beraten werden, je nachdem wie viel und wie lange ihr die SIM-Karte nutzen werdet. Wer sein Datenvolumen aufgebraucht hat, wird übrigens auf 2G runtergestuft. Was anders als in Deutschland ist: Unlimited heißt hier wirklich unlimited. Es gibt keine versteckte Drosselung. Die Grenzen werden ordentlich in den Angeboten direkt mit angegeben. Das ist sehr angenehm.

Update: @Zischke hat mich auf Twitter darauf hingewiesen, dass eine neue SIM-Karte 15 Dollar kostet. Das hatte ich ganz vergessen 😉 Wenn ihr noch eine alte SIM-Karte vom US-T-Mobile habt, könnt ihr die wieder benutzen. Das sollte auch gehen, wenn die schon einige Zeit ruhte. Lieber mitbringen und das Geld sparen. Noch ein Tipp von ihm: Wer in Deutschland LTE zum Akku-Sparen abgeschaltet hat, sollte es in den USA wieder anschalten, da die LTE-Abdeckung viel höher ist, als die von 3G/UMTS.

Noch ein Funfact: Wir sagen in Deutschland ja immer “Ti-Mobail” zu T-Mobile und das fühlt sich für uns wahnsinnig englisch an. Dabei nennt sich T-Mobile in den USA “Ti-Mou’biel” wie in Playmobil.

fiene & das naniwa in düsseldorf

naniva

In dieser Woche war ich Mittagessen und habe eine neue Episode “gestresste Deutsche” erlebt. Das japanische Viertel in Düsseldorf. Mann und Frau haben Hunger, gehen in ein gut besuchtes Restaurant, werden freundlich vom Kellner empfangen, lassen ihn aber verdutzt stehen und rennen zum Nachbartisch. “Entschuldigung, könnten Sie sich umsetzen, dann können wir auch gleich essen.” – “Klar”, so die Gäste am Nachbartisch, und hievten ihre Babyschaukel von der einen Hälfte des Vierertisches zwischen unsere Tische. Mann und Frau nehmen dankend auf den zwei freigewordenen Stühlen Platz, halb erleichtert, halb echauffiert: “Sonst hätten wir noch warten müssen! Das geht ja gar nicht!” In meinen Gedanken habe ich noch ein “So was müssen Sie sich mal vorstellen” ergänzt – haben die auch bestimmt gedacht.

So was müssen Sie sich mal vorstellen! In einem Restaurant warten! Ich habe etwas gedankenverloren auf meiner Teigtasche herumgekaut. Eigentlich bin ich von gestressten Deutschen genervt, die sich zu fein sind, ein paar Minuten zu warten, bis sie einen Platz bekommen. Es ist ungewohnt, aber subjektiv empfunden nimmt die Zahl der Läden, in denen man auch mal warten muss, zu. Für mich ist “Warten auf einen Tisch” ein Zeichen für Qualität. Genauso wenn Landsleute bei einem internationalen Gastronom häufig essen. Das Warten habe ich in den USA kennen gelernt. Dort gilt gar die Regel: Muss man nicht warten, taugt der Laden nichts.

Mein bestes Erlebnis hatte ich vor ein paar Jahren in New Orleans. Unsere Airbnb-Vermieterin Monique hat meinen Freunden Igor, Adi und mir einen kleinen Italiener empfohlen, den man auf einer bekannten Straße findet, aber nur wenn man links neben der Jazzbar eine Holztür öffnet, eine schmale Treppe hochgeht und dann den rechten Flur nimmt. Dort ist ein Restaurant mit sieben Tischen, einer Bar und dem weltbesten Fisch und den weltbesten Saucen. Monique hatte recht. Nicht nur mit dem weltbesten Essen, sondern auch mit der Wartezeit. “Ihr seid gut, wenn ihr innerhalb von einer Stunde einen Tisch bekommt.” Wir haben 90 Minuten gewartet – durften uns sogar nicht so weit weg bewegen. Das Essen war so gut, dass wir am nächsten Tag noch einmal 90 Minuten gewartet haben. Ich habe mir vorgenommen, in Deutschland mehr in Läden zu gehen, in denen man Schlange stehen muss.

Ich war in dieser Woche etwas enttäuscht, als ich das Naniwa in Düsseldorf (Oststraße 55) besucht habe. Wir mussten nur sieben Minuten warten. Das Essen war aber besser, als es die Wartezeit vermuten lässt. Mein Freund Kenneth wollte unbedingt in das japanische Traditionsrestaurant —seit mehr als 25 Jahren— ausprobieren. Er hatte schon gehört, dass man abends sehr lange dort anstehen muss. Auf Yelp seien die Bewertungen so außerordentlich gut. Also probierten wir es in der Mittagspause.

Ein tolles Erlebnis. Wunderbarer Service, gutes Essen – ein Großstadtgefühl schleicht sich ein. Dazu Entertainment am Vierertisch nebenan.

Das Naniwa ist kein Geheimtipp — im Gegenteil. Aber für mich ein “Place to go”, deswegen mein Tipp für eure Mittagspause. Auch sehr schnell aus der Innenstadt zu erreichen, wenn die nächsten Besorgungen anstehen. Es gibt in der direkten Nachbarschaft auch ein zweites Naniwa, indem Sushi serviert wird.

Die Karte könnt ihr online ansehen. Ein Kommentator hat auf Yelp geschrieben: “Irgendeine Suppe von der Karte  am besten das Tagesangebot, ein japanisches Bier vom Fass und Gyoza (gefüllte Teigtaschen) – mehr brauchst Du nicht um glücklich zu sein.” — das ist richtig.

Habt eine glückliche Mittagspause.

fiene & merkt euch den twittwoch düsseldorf 2015 vor

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twittwochFür André Paetzel und mich hat wieder die Orga-Phase begonnen: Es wird einen neuen Twittwoch Düsseldorf geben! Es freut mich, euch mit den ersten Infos für den #TWDUS 2015 in das anstehende Wochenende schicken zu können.

Kennt ihr schon den Twittwoch Düsseldorf? Dann freut euch auf unsere erste Ausgabe im neuen Jahr. Am 18. Februar wird der Twittwoch stattfinden – das ist Aschermittwoch.

Als Thema haben wir “Local Heros” ausgewählt. Es gibt viele tolle Blogger und Social-Media-Aktive, die ihre Nachbarschaft mit Infos aus der Stadt versorgen. Wir möchten euch diese Helden der Stadt persönlich vorstellen.

Den Ort können wir euch auch schon verraten: Diesmal lädt uns RP ONLINE ein. Mein Arbeitgeber lässt also einen Springen, das freut mich sehr. Im Konferenzzentrum der Rheinischen Post  in Heerdt steht uns ein wunderbarer Saal, samt Theke für die Verpflegung, zur Verfügung. Beim Barcamp Düsseldorf hat sich der Ort schon erprobt.

Kennt ihr den Twittwoch Düsseldorf noch nicht? Diese After-Work-Veranstaltung hat in Düsseldorf schon Tradition. André und ich möchten euch die Gesichter hinter den besten Twitter-Accounts der Stadt vorstellen. Während andere Twittwoch-Abende in anderen Städten auf Vorträge und Powerpoint-Präsentationen zu Social-Media-Themen setzen, geht es bei uns um Persönlichkeiten. Dabei wählen wir immer ein Schwerpunktthema samt Bühnengäste aus. Via Twitter laden wir zu einem Mittwochabend ein (daher der Name) und rund 200 Gäste kommen inzwischen. Wir waren schon beim Handelsblatt, der LfM NRW, dem NRW-Forum, in der Tonhalle und an anderen tollen Orten. Vor und nach dem rund einstündigen Programm gibt es genügend Gelegenheit, die Twitter-Szene der Stadt persönlich zu treffen. Für den Twittwoch benötigt ihr allerdings ein Ticket. Das ist kostenlos. Den Startschuss bekommt ihr mit, wenn ihr André oder mir auf Twitter folgt. Ich hoffe, wir sehen uns!

Update André hat in seinem Blog auch einen schönen Rückblick auf die bisherigen Twittwoche in Düsseldorf geworfen – mein Lesetipp.

fiene & von a bis z

Es ist ganz einfach ein A-(lphabet)-Blogger zu werden. Vor einigen Jahren habe ich dieses Alphabet schon mehrmals veröffentlicht. Da ist es doch Zeit eine neue Version in das Internet reinzuschreiben.

A – http://www.antenneduesseldorf.de/web/index.php
Das war schon 2009 so.

B – http://www.bild.de
Aus beruflichen Gründen. (Hier war mal das Blog von Franziskript)

C – XYZ
Die URL zum CMS von RP Online. (Hier war mal das Blog Coffee & TV).

D – http://drive.google.com/
Google Drive ist die wichtigste Anwendung – es entsteht mittlerweile keine Radiosendung ohne Google Doc. Und am Newsdewsk komme ich auch nicht ohne aus (Hier war mal DWDL).

E – http://editorial.outbrain.com
Beruflich. Tolles Analysetool. (Hier war mal das Blog von Malte)

F – http://www.facebook.com/
Überraschung. Nicht.

G – http://www.google.de/
Klassiker.

H – http://www.heise.de
Hier war mal Hootsuite. Aber jetzt liebe ich Tweetdeck.

I – http://intranet.rheinischepostmediengruppe.de
Streber.

J – http://www.join.me
Dabei war ich erst einmal auf der Seite.

K – http://www.kleinerdrei.org
Endlich mal ein Blog.

L – http://www.lufthansa.de
Travelfiene.

M – http://mail.google.com
Mein E-Mail-System.

N – http://news.google.de
Hier war mal das Blog von Niggemeier.

O – http://www.onlinemarketingrockstars.de
Neuentdeckung. Und ein Blog.

P – http://plus.google.com
Wirklich.

Q – https://www.youtube.com/user/digitalesquartett
Unsere kleine Webtalkshow.

R – http://www.rp-online.de
Hier schreibe ich.

S – http://www.spiegel.de
Leidmedium.

T – http://www.twitter.com
Auch wenn Turi2 jetzt ein Stream sein will, hat Twitter ihn verdrängt.

U – http://www.unitymedia.de
Ich hatte ja mal ausversehen meinen Vertrag bei der Telekom gekündigt.

V – http://www.vodafone.de
Kennt ihr, oder?

W – http://www.wikipedia.de
Ich hab’ sie fast durchgelesen.

X – http://www.xing.com/
Gibt immer noch Leute, die das “Crossing” aussprechen und nicht “Ksing”, by the way.

Y – http://www.youtube.com/
Ach guck mal an.

Z – http://www.zeit.de
Finde ich gut!

Und ihr so?

(Kurzanleitung: Einfach in die Adresszeile des Browsers den Buchstaben eintippen und dann den ersten Vorschlag als Link nehmen – schummeln ist verboten! Der Browser schlägt besonders häufig besuchte Webseiten vor, die zu dem Buchstaben passen)

P.S.: Falls ihr in eurem Blog, auf Facebook oder Medium eure Liste veröffentlicht, verlinke ich die gerne hier später in einer Liste. Einfach Link schicken.