fiene & 28.07.2015 – düsseldorfer terrassengespräche

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Guten Morgen. Am Abend gab es die Premiere der Düsseldorfer Terrassengespräche, zu der Handelsblatt-Chefnewsletterschreiber Gabor Steingart einlud. Schönes, kurzweiliges Format: Gute Gespräche sind ja immer gut. Es ist immer schön, wenn sich Geeks auf hohem Niveau (verständlich) unterhalten. Wenn Mitte August der Lobo als Gast eingeflogen wird, sollte aber noch etwas mehr Digitalität versprüht werden. Es gab Karten, auf die man seine Fragen aufschreiben kann. Vielleicht zeigt Lobo dann Twitter. Aber wie sagte Steingart? “Wir wollen uns öffnen.”

Bei der Premiere nahmen im Foyer (Regen!) die Ökonomen Prof. Bert Rürup und Prof. Clemens Fuest (wird bald Nachfolger von IFO-Chef Hans-Werner Sinn) teil. Mini-Zusammenfassung: Deutschland musste die D-Mark abgeben, als Deal mit Europa für die Wiedervereinigung. Wirtschaft behält noch gut zwei Jahre ihren Höhenflug. Merkels Wahl gilt deswegen unter Ökonomen als sicher. Griechenland ist komplex. Großbritannien wird wohl keinen #Brexit wollen (“Wenn Britten abstimmen, kommen erstaunlich oft vernünftiges raus”). In fünf Jahren wird alles schlimmer (Stichwort: Demographischer Wandel). Na dann, einen guten Tag.

Selfie des Tages. Im Düsseldorfer NRW-Forum gibt es im Herbst eine große Selfie-Ausstellung. Der neue Boss Alain Bieber hatte da eine schöne Idee, und ihr könnt euch im Museum hängen lassen: Ihr könnt noch bis Samstag eure Selfies bei unserer RP-Aktion einschicken.

Urlauberin des Tages ist Inge Seibel (Radio-Expertin, ist in der Grimme-Jury des Deutschen Radiopreises). Die nächsten Tage schaue ich regelmässig auf ihr Blog, denn wie schon in den letzten Jahren gibt es ein Tagebuch von dem US-Urlaub ihrer Familie. Immer sehr lesenswert, auch wenn man mit dem Instant-Fernweh fertig werden muss.

Redesign des Tages geht an Runkeeper. Da stolperte ich fast, als ich gestern beim Joggen (trotz Regen!) die App öffnete: Was ist denn mit dem Logo? Absofort ist das R aus Schnürsenkeln geformt. Schick! Da steckt natürlich extrem viel Erklärung, Wissen, Weitsicht hinter, was säuberlich en detail im Blog erklärt wird.  Der Abo-Teil des Dienstes heißt auch nicht mehr Runkeeper Elite, sondern Runkeeper Go. Etwas weichgespülter eben.

Aktion des Tages: Jungen Mädchen das Programmieren beibringen – das funktioniert mit Technovation. Dazu werden Paten gesucht, die eine Handvoll Schülerinnen bei einem Programmierprojekt begleiten. Die Paten müssen nicht einmal programmieren können. In anderen Ländern gibt es den Wettbewerb einer NGO schon länger – jetzt gibt es ihn auch in Deutschland. Ziel ist ein Riesen-Event in San Francisco, bei dem sich die Gewinnergruppen aus aller Welt treffen. Caroline West, sie betreibt Rhinebuzz, das Düsseldorf-Blog für Englischsprachige, koordiniert das Projekt und sie informiert über die ersten Details. Mitmachen und weitererzählen!

WOW des Tages geht an das Lab der NYT. Ich bin selten neidisch, auf das was andere in ihren Newsrooms können. Die NYT entwickelt aber gerade einen Editor, der beim Schreiben den Text analysiert und in Echtzeit Kontextinformationen liefert. Tags, Stichwörter und Anhänge werden meistens auf Artikel-Ebene nach dem Schreiben zusammengestellt. Bei diesem Editor-Experiment werden sie in Echtzeit während des Schreibens auf Wortebene zusammengestellt. Nach dem Klick gibt es ein Demovideo und eine Erklärung.

Aussteiger des Tages ist Robert Scoble. Der Internet-Seismograph hat keine Lust mehr auf Flipboard. Hat er auf Facebook geschrieben, wo er ja kürzlich auch schon mal ausstieg:

Earlier this year I put hundreds of hours into Flipboard. Making great magazines. My follower count inched up. But when I stopped I didn’t get a single complaint. When my bosses at Rackspace ask about ROI I do study this stuff. When I quit posting on Facebook earlier this year I got a ton of complaints and a lot of celebration when I came back. “Return on Investment” isn’t just about selling stuff. It is about the passion for the work I do that we provide for free to the community. Thank you!

Seifenoper des Tages (Teil 42): Ich habe mich einmal aus Neugierde bei dem hippen sozialen Netzwerk Seniorbook angemeldet. Statt Direct Messages gibt es dort Schreibtischmeldungen. Da ich mich aus Gründen dort nicht mehr eingeloggt habe, bekomme ich jetzt immer E-Mails. Zunächst wurde ich mit neuen Schreibtischmeldungen gelockt, jetzt mit Diskussionen. Heute war folgendes in meiner Inbox: “Warum quasselt ihr Frauen eigentlich so viel?” – die Diskussion ist öffentlich einsehbar – schon mehr als 900 Kommentare. Uff. Ich werde euch weiter von den Seniorbook-Mails berichten. Ich bleibe dran.

 

fiene & mein whatsapp-service

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Reicht es, wenn Journalisten ihre eigenen Twitter-Profile und Facebook-Seiten betreiben? Nein, ich glaube, um in der Kommunikationsrealität der Leser/Zuhörer/Zuschauer/Nutzer eine Rolle zu spielen, müssen wir uns ständig anpassen.

Ich werde deswegen WhatsApp künftig nicht nur privat nutzen, sondern auch als Journalist. Dazu starte ich hiermit einen eigenen Kanal. Ich werde eigene Inhalte für den Kanal produzieren, aber auch mit meinen anderen Arbeiten vernetzen. Darüberhinaus bin ich sehr gespannt, welche Möglichkeiten sich aus der Kommunikation mit den Nutzern ergeben.

Ich persönlich halte nichts von dem Konzept “eine Push-Meldung für alle”. Ihr könnt euch meinen Kanal ganz persönlich nach euren Interessen zusammenstellen. Zum Start biete ich folgende Optionen:

  • Wenn ihr euch für meine Lieblingsartikel aus dem Bereich Netzkultur und digitaler Alltag von der Rheinischen Post interessiert, wählt die Kategorie “Rheinische Post Netzkultur”.
  • Wenn ihr “Was mit Medien” live im Radio nicht verpennen möchtet, könnt ihr den Sendehinweis auswählen. Wenn ihr die Sendung direkt auf dem Smartphone nachhören möchtet, solltet ihr auch den Haken beim Podcast setzen.
  • Ich bin seit einiger Zeit Fan von den Morgenlinks hier im Blog. Ich werde die jetzt immer häufiger anbieten. Ihr könnt die auch direkt aufs Smartphone bekommen. Entweder als Teaser oder den kompletten Text. Ich bin gespannt, welche Variante mehr genutzt wird.
  • Und dann bin ich ja auch hier und da im Radio zu hören. Wenn ihr einen dezenten Hinweis auf die Sendung mit dem Internet bei Antenne Düsseldorf oder auf den Endlich Samstag bei DRadioWissen haben möchtet, könnt ihr meine Radiotipps abonnieren.
  • Wer keine Kategorie auswählt, bekommt nur vereinzelt ein paar Nachrichten, zu Themen, die ich unbedingt mit euch teilen möchte.

Seid ihr dabei? Hier geht es los:

Die Auswahl der Kategorien könnt ihr später bequem per WhatsApp modifizieren. Es kommt mit der Zeit eine Erklär-Nachricht.

Los geht es. Was haltet ihr von meinem neuen WhatsApp-Service?

fiene & 27.07.2015 – kirmes adé, rummel im netz

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Guten Tag. Die Rheinkirmes ist leider zu Ende. Dann gibt es jetzt halt wieder Rummel im Netz.

Drüben bei RP ONLINE könnt ihr übrigens lesen, dass ihr nun bei WhatsApp einzelne Nutzer stummschalten könnt. Es gibt ein paar neue Funktionen, über die ich geschrieben habe.

Mein Willkommen des Tages geht nach Berlin, denn Zeit Online hat Nachwuchs bekommen: In der Hauptstadt ist gerade ze.tt ins Netz gegangen, für Leserinnen und Leser zwischen Schulabschluss und erstem Jobwechsel, wie der ZO-Chef schreibt. Es leitet der geschätzte Sebastian Horn und tolle Leute, wie Mark Heywinkel, sind am Start. Sympathisch: Seite läuft auf WordPress. Newsletter mit MailChimp.

Erkenntnis des Tages: Advertorials funktionieren, wenn man es richtig macht. T3N, ist in diesem Jahr 10, und hat 5 Jahre mit dieser Werbeform gelebt, gelitten gelernt und hat deswegen 5 lesenswerte Tipps veröffentlicht. 1 Tipp? Natürlich. It’s all about the Nutzwert.

So, hinsetzen, Kaffee holen und Leselampe einschalten, denn jetzt kommen vier lohnenswerte Lesestücke:

Vice ist eine aufstrebende, junge und nicht unumstrittene Medienmarke. Auf jeden Fall ist Vice ungewöhnlich. Das reicht in unserer Medienlandschaft schon für das Wort Kult. Im Columbia Journalism Review gibt es eine lesenswerte Analyse: The Cult of Vice.

René Walter hat keine Lust mehr und packt seine Koffer. Seinem Kultblog Nerdcore verschreibt er ein paar ruhige Wochen, und geht auf Reise. Für ihn funktioniert das Prinzip Bloggen nicht mehr. Das Problem: Alle Medien werden zum Einheitsbrei. Verkürzt wiedergegeben: Wo lohnt sich noch das Kuratieren, wenn sowieso überall das gleiche steht? Aber in René brennt Feuer. Er will mit einem neuen Konzept zurück kommen. Solange empfehle ich euch seine Abrechnung mit den Medien: This is where I leave you for a while.

Die Taz kümmert sich um Facebooks Instant Articles, macht auch bei Google und Apple Interesse am Journalismus aus und fragt ganz unschuldig: Ist das gut? Die Antwort: F wie … .

Am Wochenende ist eine Statistik an mir vorbei gerauscht, in der es um das Vertrauen in US-Nachrichtenmedien ging. Buzzfeed hat da gar nicht gut abgeschnitten. Jetzt das: Igor Schwarzmann ist gewiss kein Medien-Claquer und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf ein Beispiel, wie Journalismus heutzutage aussehen muss. Zu finden bei -ihr ahnt es- Buzzfeed! Er lobt die Story The New American Slavery: Invited to the U.S., Foreign Workers Find A Nightmare. Mein Tipp: Erst Igors Begründung lesen, dann die Buzzfeed-Story.

Mein Ausflug vom Wochenende: Ich war in meiner Deutschlandradio-Kultur-Lieblingssendung “Beitband” zu Gast und hatte eine Einführung in die App “Beme” gegeben. In der Sendung findet ihr noch weitere Facetten im Streben nach einer neuen (Web)-Authentizität.

Vorfreude des Tages. Letzte Woche hatte ich mit Martin Hoffmann, Head of Social Media bei der WELT, zum schönen Thema “der Klick ist tot, es lebe Push” in Was mit Medien telefoniert. Da haben wir auch beiläufig über den Push des kleinen Mannes telefoniert: WhatsApp. Eigentlich jubeln ja alle Medien über WhatsApp. Hoffmann nicht. Ein Test bei N24 hat gezeigt:

“Wir haben festgestellt, was auch ganz viele andere inzwischen festgestellt haben. WhatsApp eignet sich nicht, um eigene Inhalte zu verbreiten, sondern ist eher ein Konversationsmedium.”

Den zweiten Teil unterstreiche ich, den ersten Teil nicht. Da mache ich gegensätzliche Beobachtungen. Vielleicht reichen meine Beobachtungen noch nicht. Deswegen habe ich eine Idee. Dazu später mehr hier im Blog. Ladet schon mal eure Smartphone-Akkus.

fiene & 16.07.2015 – mein Urlaub mit der Bachelorette

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Guten Tag. Wir müssen mal eben kurz über die Bachelorette (Alisa, 27, Lehrerin) reden, die ja gerade bei RTL rauf und runter läuft. Habe ich schon die Geschichte erzählt, wie ich mit ihr Urlaub gemacht habe? Kürzlich -in Portugal- wurden die Folgen in der Villa nebenan gedreht. Ein Kollege aus der Kultur merkte an, dass die Formulierung “Villa nebenan” missverständlich sei. In unserem Apartmentkomplex (!) war ein Teil der Crew untergebracht, die Bachelorette in der Villa nebenan. Die Crewmitglieder behaupteten eine Tierdoku zu drehen. Aber so große Teams für eine Tierdoku? Unglaubwürdig. Sagte auch die Chefin von unserem Apartmentkomplex. “Nee, die sind von der Bachelorette”. Im letzten Jahr haben meine Freunde auch die Kandidaten gesehen – die wurden bei uns geschminkt oder so. Eigentlich wollte ich einen Text “Mein Urlaub mit der Bachelorette” schreiben. Der Titel klingt toll, ein bisschen hätte ich auch zu erzählen, aber ich glaube nach zwei Absätzen hätte sich das Thema schon erschöpft. Und meine Fotoauswahl ist auch sehr dünn. Ich hätte zumindest ein paar hübschere Fotos mitbringen können.

Während ich jetzt in mich gehe, ob ich nicht doch noch einen Text hinbekomme, empfehle ich euch ein paar wirklich gute Tutorials für eure Smartphone-Fotos – wer weiß, wen ihr im Urlaub treffen werdet.

Und dann gibt es heute noch dies:

Jugend des Tages. Das geschätzte Mediummagazin sucht in diesem Jahr wieder die Top 30 bis 30. Was ich besonders toll finde: In diesem Jahr gibt es ein öffentliches Formular, in das wir alle Vorschläge schicken können. Vor vier Jahren war ich selbst noch auf der Liste zu finden, es hat mir nicht geschadet. Was auffällt: Auf der Liste sind zu wenige Fernseh- und Radio- und Webtalente zu finden. Sehr viel Printnachwuchs. Ist natürlich toll, aber die Medienwelt ist bunter. Fällt euch wer ein? Bitte schnell eintragen. Am 31. Juli ist Schicht im Schacht.

Support des Tages. Der geht an Steffi und Lisa. 2013 reisten die jungen Journalistinnen für ihre Reportagen quer durch Brasilien, im vergangenen Jahr durch Deutschland und jetzt steht das nächste Ziel fest: Japan! Crowdspondent heißt das Projekt von den beiden jungen Journalistinnen. Ich mag, wie sie über ihre Arbeit sprechen und wie sie ihre Reportagen umsetzen. Und da ich noch mehr über Japan erfahren möchte, habe ich Crowdspondent unterstützt. Es sind etwas über 1.000 Euro finanziert. 5.000 Euro sollen es in den kommenden drei Wochen noch werden. Macht mit!

Zukunft des Tages. Ich will ja möglichst Beiträge und Diskussionen die “Zukunft des XYZ” im Titel tragen meiden. Vor allem, wenn XYZ durch Journalismus getauscht wird. Lasst uns doch lieber über das Heute, über die Realität reden. Bei dieser Zukunfts-Konferenz musste ich aber zuschlagen:

Werden wir in 20 Jahren noch Smartphones nutzen? Werden unsere Urenkel noch wissen, was Facebook ist? Wird es in 15 Jahren noch feste Büroarbeitsplätze geben? Es wird Zeit, dass wir über die Zukunft sprechen.

Am 26. November trifft sich die Netzgemeinde in München zur ersten 48forward Konferenz. Daniel Fürg lädt ein. Auf der Liste stehen auch Nico Lumma, Richard Gutjahr, Curt Simon Harlinghausen, Jimmy Schulz, Oliver Kempkens und Matteo Achilli, ein italienischer Marc Zuckerberg.

Es bleibt terminlastig, aber es lohnt sich. Versprochen.

Nachrichten des Tages. Im vergangenen Jahr hat das Projekt #newsneu für viel Beachtung gesorgt. Private und öffentlich-rechtliche Radiomacher hockten sich zusammen, um Nachrichten im Radio neu zu denken. Es gab viel Lob. Sandra Müller hat in ihrem Blog berichtet. Jetzt geht es weiter. Input, praktische Workshops, Realitätscheck. Am 23. bis zum 25. Oktober findet die Zweite Zukunftswerkstatt Radionachrichten statt – diesmal beim SWR in Baden-Baden. Wenn ihr Mitarbeiter einer öffentlich-rechtlichen Station seid: Buchungszeichen der Medienakademie: 52 233. Wenn ihr Mitarbeiter eines privaten Mediums seid, hilft euch die ARD ZDF Medienakademie weiter. Ich ärgere mich, nicht zu können – aber ich lese alle eure Tweets.

Akkreditierung des Tages.  Am 3. September wird in Hamburg der Deutsche Radiopreis verliehen. Meist moderiert von Barbara Schöneberger und bis aufs letzte Jahr war ich immer dabei. In diesem Jahr wohl nicht, aber wenn ihr irgendwo drüber berichten wollt: Jetzt könnt ihr euch akkreditieren. Sympathisches Ende der Einladungsmail: “Ich wünsche euch alle einen schönen Sommer.”

Vormerker des Tages: Am 3. und 4. September 2015 findet in Bad Honnef wieder das Treffen der NRW-Lokalfunker statt. “Läuft bei uns! 25 Jahre Lokalradio in NRW” ist das Motto, wie der Programmflyer zeigt. Allerdings empfinde ich persönlich den Slogan “Läuft bei uns!” als zynisch, wenn man sich die Probleme vieler Stationen und Sorgen der Mitarbeiter anschaut. Ich denke, es dürfte einen Grund haben, warum es zum Beispiel keine größeren Feierlichkeiten im System gibt.

Terminhinweis heute Abend im Radio: Ab 20 Uhr schauen wir uns bei “Was mit Medien” bei DRadioWissen an, was passiert, wenn der Verfassungsschutz mit seinen Ermittlungen die Pressefreiheit stört und wie wenig Geheimdienste Journalismus achten.

fiene & 21. juni 2015

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Guten Tag. Am Rande des Grimme-Online-Awards (#GOA15) habe ich noch mit Kölns OB Jürgen Roters während zwei Kölsch über die Startup-Landschaft in der Region gesprochen und ihm von unserem Gipfel erzählt. Was er rund um das Thema vermisst? Während Verlage begonnen haben, sich mit Startups auseinanderzusetzen würden die hiesigen Sender das Thema lediglich zur Berichterstattung entdecken und keine eigenen Erfahrungen machen. Das gelte sowohl für öffentlich-rechtliche, als auch für Privatsender. Ein kluger Appell.

Selfie des Tages. Eine Tradition mit #GOA15-Jury-Kollegin Nadia Zaboura.

Am roten Teppich haben wir keine Nachbewertung der meist feingekleideten Nominierten vorgenommen. Ich war noch etwas unentspannt: Ich hatte gut 60 Minuten Zeit, um eine 60-Minuten-Sendung, die 60 Minuten nach dem Start des Empfangs bei DRadioWissen zu empfangen war. Live-on-Tape ist auch mal klasse. Das Ergebnis könnt ihr euch in der dieswöchigen “Was mit Medien”-Sendung anhören: Am roten Grimme-Teppich haben meine Gesprächspartner und ich nicht nur spekuliert, ob es für Stefan Raab eine Zukunft im Netz gibt. Es ging auch um Qualität im Netz.

Mein persönliches Highlight war das Gespräch mit Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt. Er ist ja für seinen Checkpoint-Newsletter ausgezeichnet worden. Erfolg durch das Apple-Prinzip. Er hat die Gattung Chefredakteurs-Newsletter zwar nicht erfunden, aber zur Perfektion getrieben. In den letzten Monaten ist mir sein Newsletter ja in so vielen Szenen begegnet. Nacheifernde Chefredakteure, Berlin-Fans in anderen Städten, Startupgründer in Berlin, die sonst eher internationale Medien konsumieren und jetzt sogar wieder zur Zeitung greifen. Hut ab.

Was ich in dem Gespräch mit Maroldt lernte: Für ihn gibt es seit Monaten nur geteilte Tage. Früh aufstehen. Newsletter fertig machen. Chefredakteur sein. Schlafen. Chefredakteur sein. Newsletter vorbereiten. Abendtermine als Chefredakteur wahrnehmen. Schlafen. Was wird eher kommen? Die Eröffnung des Flughafens BER, oder das er seinen Newsletter durchhält? Letzteres. Er arbeitet bereits an einem Konzept, um den Newsletter auf mehrere Schultern zu verteilen.

App-Tod des Tages. Seit ein paar Tagen ist raus: Instacast ist Geschichte! Die Entwickler haben nicht genug Geld mit der Podcast-App eingenommen. Ich nutze und liebe die App. Das ist sehr, sehr schade. Doch was nun? MacWorld.com hat diese fünf Podcast-Apps herausgesucht und die Hörsuppe hat sich auch sehr lesenswert mit der Frage beschäftigt: Was kommt nach Instacast?

Vorschau. Eine Antwort auf die Frage wird sicherlich auch auf den Tutzinger Radiotagen gesucht. Die beginnen heute in Tutzing und ich bin gerade auf dem Weg zum Starnberger See. Folgt dem Hashtag #tura15 und ihr werdet auch die Arbeit von sechs Radiotalenten sehen. Zusammen werden wir die Tagung crossmedial begleiten. Unsere Links kommen via Twitter – bleibt verbunden.

fiene & 17.06.2015

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Guten Tag. Mensch, jetzt hatte ich gestern vergessen mit dem Oberbürgermeister Thomas Geisel ein Startup zu gründen, aber an das Selfie habe ich gedacht:

Ich durfte ja die zweite Ausgabe von “Düsseldorf Digital” moderieren, der RP-Veranstaltungsreihe im Wirtschaftsclub. Die 90 Minuten sind verfolgen – die Respektspezialistin hat eine tolle Visualisierung erstellt:

Was mir im Kopf bleibt: Warum müssen wir uns in Düsseldorf anstrengen, damit wir als Gründermetropole wahrgenommen werden? OB Geisel so: “Der Teufel scheisst auf den größten Haufen.”

Was mich extrem freut: Mit unserem Hashtag sind wir auf Platz 3 (oder sogar 1, je nach dem wir streng man ist) der Twitter-Themen gelandet. Ich habe im RP-Zeitgeist-Blog ein Storify erstellt – dort findet ihr viele Zitate vom Abend. Wer heute in die Zeitung blickt, findet auch einen Artikel. Den Text findet ihr hier.

Rund um den Abend ist für mich auf jeden Fall eine persönliche Agenda entstanden, um dem Thema Startups hier in der Stadt mehr Aufmerksamkeit zu geben. Bei der RP gibt es schon manche Berichte, aber da bräuchten wir einen Hub um die Artikel an einer Stelle zu finden. Die Stadt könnte auch ein Startup-Barcamp gebrauchen. Und wo wir gerade überlegen, wie wir nach der Sommerpause die Sendung mit dem Internet auffrischen und das neue begleitende Videoformat konzipieren, warum nicht auch einen festen Startup-Teil integrieren?

Periscope des Tages. Es vergeht ja gerade kein Tag, an dem man nicht auch etwas über Periscope sagen kann. So hat der Tagesspiegel ein interessantes Stück geschrieben, was ich euch gerne empfehlen möchte. Kleines Detail: Damit keiner auf die Idee kommt, mit dem Artikel auf einen Hype aufzuspringen, wollte die Autorin natürlich auch kritisch sein. Pauschal ist ein “Aber es gibt Risiken” im Teaser zu finden. Wenn ich sowas lese muss ich innerlich immer etwas kichern.

App des Tages. Layout von Instagram. Gibt es seit März. Hintergründe gibt es im Instagram-Blog. Damit könnt ihr wunderbar Fotos kombinieren, bevor ihr die bei Instagram oder an anderen Stellen postet. Die App ist leicht und schnell zu bedienen. Ich habe es mal ausprobiert:

Infografik des Tages. Habt ihr ein eigenes Blog? Es gibt einige Dinge, die man wissen sollte, damit Google die eigene Seite nicht in den Suchergebnissen abstraft. Welche das sind, zeigt diese Infografik.

Visualisierung des Tages. Das Thema Vorratsdatenspeicherung ist wirklich abstrakt. Diese Visualisierung hat mich deswegen beeindruckt. OpenDataCity hat die Vorratsdaten von einem Politiker aus der Schweiz visualisiert. Wenn man ehrlich ist: Die Daten verraten wirklich krass viel. Wahrscheinlich ist noch mehr möglich.

Betreff des Tages. Kommt heute von einer “ZEIT Vorabmeldung”. Arianna Huffington: „Natürlich wird Print überleben“. Na dann – euch einen schönen Tag.

fiene & 16. juni 2015

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Guten Tag. Heute Abend ist Startup-Gipfel und da werde ich auch den Oberbürgermeister treffen. Überlege noch ob ich mit ihm ein Startup gründe, oder ein Selfie mache.

Diskussion des Tages. Im 74. Digitalen Quartett haben wir über “Power of Live” gesprochen. Live als neue Lieblingsbeschäftigung im Netz, als neue Spielerei für Journalisten, als neue Herausforderung für YouTube. Franziska und ich hatten Journalist Martin Heller (lest auch seinen Periscope-Erfahrungsbericht), Twitch-Kanalbetreiber Basti alias Norddeutscher Junge und den RP-Kollegen Henning Bulka (hat vom Webvideopreis berichtet) zu Gast. Hat mir großen Spaß gemacht!

Podcast des Tages. Unsere gestrige Sendung mit dem Internet ist auch schon als Podcast im Netz – mit ganz viel Deutscher Webvideopreis, Smartphones im Urlaub, Änderungen für Android-Smartphones, Warnung vor Fake-Rechnung der Telekom, Sicherheitslücke bei Apple.

Stellenangabe des Tages. Das moderierte Radioprogramm war nicht genug. Diese Meldung überrascht nicht, sondern ist konsequent: Apple sucht jetzt Journalisten. “The Apple News team is looking for passionate, knowledgeable editors to help identify and deliver the best in breaking national, global, and local news. These editors will help News users find the best and most timely coverage of major news events, while also managing select categories based on their areas of professional expertise.”

Apps des Tages. Drei Apps sind mir aufgefallen. 1. Visor will sichtbar machen, was an einem beliebigen Ort weltweit passiert. Der Nutzer fragt an, wie lange die Schlange vor einem Club oder einem Restaurant ist und die Nutzer vor Ort schicken einfach ein Bild. Ob wegen des speziellen Anwendungsfalls genug Masse mitmacht? Via Dennis Horn. 2. Die visuelle To-Do-Listen-App Trello kommt nach Deutschland. Jörgen Camrath hat getestet und sagt soweit ganz gut. 3. Dann hätten wir noch Kite. Das will eine Art Instagram für News sein (steht bei Fast Company). Die Macher sagen: Flipboard, Apple News, Facebook Instant Articles funktionieren nicht, weil niemand Nachrichten auf einer geschlossenen Plattform lesen will, die einfach von einem Algorithmus vorgeschlagen werden. Die Interaktion ist auch wichtig. Via Thomas Knüwer.

Algorithmus des Tages. Bei Facebook geht es für Seitenbetreiber nicht nur um Likes, Kommentare und Klicks, sondern auch, wie lange sich die Nutzer an einem Posting aufhalten und es sich anschauen. Teilnehmer von meinem Facebook-Seminar kennen das schon. Jetzt hat das auch Thomas Hutter aufgeschrieben. Bei der Gelegenheit auch noch mal etwas, um euren persönlichen Newsfeed zu verbessern. Inge hatte mir noch mal den Link geschickt: Robert Scoble hat 22 Tipps veröffentlicht, wie man die Qualität des eigenen Streams verbessern kann.

Redesign des Tages. stern.de hat sich hübsch gemacht & Netflix im Web auch.

Vorschau. Heute ist Startup-Tag! Es gibt die zweite Ausgabe von Düsseldorf Digital – eine Gemeinschaftsveranstaltung der Rheinischen Post und des Wirtschaftclubs Düsseldorf. Heute in Zusammenarbeit mit dem Startupdorf Düsseldorf. Über den Standort Düsseldorf diskutieren Thomas Geisel (Oberbürgermeister), Malte Siewert (Trivago), Dr. Lorenz Gräf (Startplatz Düsseldorf), David Jetel (Sirius Venture Partners) und Hanns Tappen (StartupDorf). Ich darf moderieren und wir konnten auch 20 Teilnehmer aus unserem Twittwoch-Düsseldorf-Netzwerk einladen. Sehr cool! Der Nachbericht folgt. Unter dem Hashtag #DusDigi könnt ihr die Veranstaltung live verfolgen. Vielleicht nutzt ja jemand auch Periscope. Wer Anregungen für die Diskussion hat, kann mir die gerne schicken.

fiene & 15. juni 2015

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Guten Tag. Die überhipte Video-Live-Stream-App Periscope eignet sich nicht, um den Weg zu erfragen. Am Samstag bin ich zu Fuß vom Stuttgarter Hauptbahnhof (oberirdisch) zur Jugendherberge spaziert. Als ich mich noch über die vielen Treppen wunderte (1. hatte ich dieses Stuttgart-Detail vergessen und 2. hey Google-Maps, warum zeigst du mir keine Höhenunterschiede an!), suchte ich den schnellsten Weg. Zwischen 20 und 30 Menschen schauten zu und kommentierten fleissig die Route (“Da lang!”). Am Ende wäre ich viel schneller gewesen, wenn ich nach Bauchgefühl gelaufen wäre.  Immerhin war ich dennoch vor den Teilnehmern am Ort und habe nun die Erkenntnis, dass sich Periscope nicht als Navi eignet. Wäre das auch geklärt.

Selfie des Tages. Am Samstag war ich also in Stuttgart und habe mit Radiovolontären einen Tag lang das Smartphonereporter-Dasein geübt. Siehe mein Instagram-Foto, womit wir schon beim neuen Design von Instagram im Web sind (sind wir schon Freunde?)  und für die RP habe ich darüber geschrieben.

Tool des Tages. Skype testet derzeit die Weboberfläche. Wir brauchen dann keine Installation mehr. Der Test funktioniert (entgegen der Ankündigung) auch schon in Deutschland (via Caschys Blog).

Erwartung des Tages. Twitter kappt in den nächsten Wochen die 140-Zeichen-Grenze für Direktnachrichten. Für die RP habe ich mir noch die Historie der 140-Zeichen-Grenze angeschaut, und wieso Twitter es jetzt mit WhatsApp und dem Facebook Messenger aufnimmt.

Diskussion des Tages. Frankreich will Google zwingen, das Recht aufs Vergessen auch international anzuwenden und droht mit kostspieligen Strafen. Ein New-York-Time-Blogger empfiehlt Google dann doch einfach mal Frankreich zu verlassen, wenn dies ernster werden würde. Ein interessantes Gedankenspiel.

Weltherrscherin des Tages. CNNMoney beschäftigt sich mit einem internen Wachstums-Papier der Huffington Post. Darin erklärt Gründerin Arianna Huffington ihre Strategie, um die “Industrie zu dominieren” – sehr lesenswert, wenn ihr mehr über die künftige strategische Ausrichtung der HuffPo erfahren möchtet. Detail: Die HuffPo wird sich von ihrer Nachrichtenagentur AP verabschieden. Da das Netzwerk weltweit immer präsenter ist, reicht es nun, wenn die Autoren die News “zusammenschreiben”.

Düsseldorfer Text des Tages. Vor vier Tagen hat WhatsPizza sehr ausführlich auf die Kritik an dem neuen Ladenkonzept auf Instagram & co reagiert (siehe auch mein Blogbeitrag: Eine Pizza-Tour durch New York). Das kam in meinen Timelines sehr gut an. Sicherlich auch für euch lesenswert: Ein paar Hintergründe haben die RP-Kollegen aus der Lokalredaktion notiert.

Lernstück des Tages. Das Seokratie-Blog hat ein lesenswertes und ausführliches Stück über den Edgerank bei Facebook geschrieben. Hier erfahrt ihr viel über den Newsfeed-Algorithmus.

Hipster des Tages. Das ist die SZ. Denn sie beweist, dass Hipster nicht weggehen. In einem schönen Text schreibt sie, warum der Hipster tot ist und der Nachfolger, der Yuccie, eigentlich viel unangenehmer ist. Aber da der Hipster ja nicht weggeht, erfahren wir am Ende des Textes, dass der Hipster dann wohl doch bleibt und das irgendwie doch nicht so sein kann. Schade. Und schön.

Meinung des Tages. Wir sind dummer als unsere Nachbarländer, weil unsere TV-Serien synchronisiert werden — zusammengefasst dieser Artikel auf welt.de über die Englischkenntnisse der Deutschen.

Reisemeldung des Tages. Inzwischen haben es bestimmt schon alle mitbekommen, aber da ich ja gerne reise, möchte ich es dokumentieren. Die Airlines so zu uns: Lieblings, ich habe das Handgepäck geschrumpft.

Vorschau. Heute Abend bringt Henning Bulka ganz viele Töne von dem Deutschen Webvideopreis in unsere “Sendung mit dem Internet” mit. Da ich in der Zeit im Zug zurück nach Düsseldorf saß, bin ich selbst ganz gespannt. Das könnt ihr live ab 18 Uhr bei Antenne Düsseldorf hören. Und um 21 Uhr gibt es eine neue Ausgabe des Digitalen Quartetts. Franziska Bluhm und ich werden die Gastgeber sein und schrauben derzeit fleissig an Themen- und Gästeideen.

fiene & 14. mai 2015

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Guten Tag. Feiertag. Vatertag. Vor zehn Jahren habe ich beim Campusradio ein Interview mit Harald Martenstein geführt. Ich weiß nicht mehr warum. Wahrscheinlich fand die Redakteurin es schön, dass wir mal mit Harald Martenstein im Radio telefonieren. Martenstein und ich haben dann über sein Unwohlsein wegen des Vatertags gesprochen. Wenn Männer in Gruppen mit vielen Bierflaschen in der Hand und noch mehr Kisten im Anhänger durch die Stadt ziehen. Ich konnte ihn etwas aufheitern, als ich ihm sagte, dass in diesem Sinne für viele Studenten jeden Tag Vatertag ist …

Selfie des Tages. Seit gestern stehen die Gewinner des Grimme-Online-Awards fest und wir haben als Jury unser bestes gegeben, das Grimme-Team in die Verzweifelung zu treiben. Warum? Das werdet ihr bei der Preisverleihung am 18. Juni erfahren. Auf jeden Fall mussten wir unser Jury-Team-Foto noch einmal wiederholen und haben bestanden, daraus ein Selfie zu machen. Das Orga-Team war nicht überglücklich (“Ist das nicht schon wieder out?”) — aber wir hatten dennoch ein paar Anlaufschwierigkeiten, wie ihr auf dem heutigen Foto seht. Wo wir gerade beim Thema sind:

Argh des Tages. Bitte! keine! Scrollformate! mehr!

Jubiläum & Hörtipp des Tages. Heute gibt es die 400. Ausgabe von “Was mit Medien”. Wahnsinn! Ich bin sprachlos. Wie die Zeit vergangen ist. Vor zehn Jahren ging es mit dem Podcast los. Hört doch heute um 20 Uhr bei DRadioWissen zu — wir sprechen mit alten Wegbegleitern. Petra, Katrin, Manfred und Malte sind dabei.

Artikel des Tages. T3N, das tolle Projekt wird in diesem Jahr übrigens auch zehn Jahre alt, erklärt in fünf Schritten, warum eure Pressemitteilungen so selten in einem Artikel münden. Mein Kommentar: Das gilt nicht nur für PR-Leute von Startups.

Job des Tages: Der Engagement Editor. Könnte man als Social Media Editor 2.0 bezeichnen. Bei Medium.com könnt ihr den Tagesablauf von Annie Shield von The Nation nachlesen. (Danke, Igor!)

Erinnerung des Tages. Es gab einmal eine Zeit, in der Viertelnachbarin Franziska und ich immer den Sonntag zum Anlass nahmen, um “Qualitätscontent” in unseren Blogs zu veröffentlichen. Das war mehr ein interner Arbeitsbegriff und keine Zustandsbeschreibung. Häufig hat mich Franziska schon Mitte der Woche gefragt, was ich denn als “Qualitätscontent” am Sonntag veröffentlichen werde. Daran erinnere mich gerne. Aus dem Schwung der Erinnerung habe ich diesen Feiertag genutzt und auch etwas längeres gebloggt: Eine Pizza-Reise durch New York. Mein Lektüretipp für euren Feiertag.

fiene & eine pizza-tour durch new york

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Als ich im März in New York ankam, fielen mir auf Swarm die Checkins von Selim Varol auf. Normalerweise begleiten mich die Checkins des “What’s Beef”-Gründers in Düsseldorf. Was macht er denn in New York? Müsste er nicht in Düsseldorf an dem Nachfolger seines Toykio-Cafés arbeiten?

Aus Toykio wird “Whats Pizza“. Die Vorbereitungen laufen. April wurde als Eröffnungsziel nicht ganz geschafft, jetzt soll es die zweite Mai Woche werden. Moment, stecken wir nicht schon drin?

Aber was war das jetzt mit New York? Selim Varol war nicht im Urlaub. Es war so etwas wie eine Recherchereise. Er hat die unterschiedlichsten Pizza-Läden besucht, begutachtet und betestet; bezeichnet als “NYC tasting trip”. Swarm diente als sein digitales Notizbüchlein. IMG_9827 Da dachte ich mir: Warum die Route nicht für alle notieren? Zum Nachreisen, mitprobieren und hungrig werden …

      1. Wir beginnen in Brooklyn: Best Pizza (Williamsburg) (33 Havemeyer St (btwn N 7th & N 8th St.), Brooklyn, NY 11211, USA)Screenshot 2015-05-14 13.17.52Selim meint: “NYC Pitzstop Nr. 1: nice crew, delish slices & good prices!Not “the” best we had but good. They def have a nice sellection of sodas…”

      2. Roberta’s Pizza (East Williamsburg) (261 Moore St (at Bogart St), Brooklyn, NY 11206, USA) robertasHier gibt es eine Pizza mit dem Namen “La Düsseldorf” (prairie breeze, brussels sprout, shallot, pickled mustard seed, horseradish, lemon für 16 Dollar). Selim meint: “We came all the way from Düsseldorf to New York to order this Pizza! Feels like home! We ❤️Roberta’s.”

      3. Gorilla Coffee (97 5th Ave (at Park Pl), Brooklyn, NY 11217) gorilla Zwischendrin auch mal einen Kaffee. Selim meint: “allways good to be here! sweet memories❤️❤️” und bei einem späteren Checkin: “It’s all about Artisan Pizza, Coffee & Beer! The idea of Toykio and our Coffee roots are deeply inspired by Gorilla Coffee in Park Slope Brooklyn. Well worth a visit and our permanent Embassy on al…”
      4. Di Fara Pizza (Midwood) (1424 Avenue J (at E 15th St), Brooklyn, NY 11230, USA) difarapizzaSelim meint: “Spread Love its the Brooklyn Way! The “Don”Dom Demarco is handling the Pizza with his bare amazing hands for over 50 Years now! Much respect & ❤️ to the Di Fara Family!”

      5. L&B Spumoni Gardens (Gravesend) (2725 86th St (at W 10th St.), Brooklyn, NY 11223, USA) spumonigardens Selim meint: “Delishious Tomato Pie! Recommendable! ❤️❤️❤️❤️” und “TomatoPie & IceCream @ L&B Spumoni Garden! We Love Love Love the fruity Pie Pizza! Düsseldorf stay tuned!”

      6. Grimaldi’s Pizzeria (Dumbo) (1 Front St (at Cadman Plaza W), Brooklyn, NY 11201)grimaldis Selim meint: “Red & White @ Grimaldi’s! Very Good but not the Best!”

      7. Franny’s (North Slope) (348 Flatbush Ave (btwn Sterling Pl & 8th Ave), Brooklyn, NY 11238, USA)frannys
      8. Giuseppina’s (Greenwood) (691 6th Ave (at 20th St.), Brooklyn, NY 11215, USA) Selim meint: “Worth a try if your in Brooklyn Park Slope…”
      9. Weiter geht es in Manhattan: Lombard’s Coal Oven Pizza (Little Italy, Soho) (32 Spring St (at Mott St), New York City, NY 10012, USA)lombardi Selim meint: “Good but not our favorite…”

      10. Prince Street Pizza (Nolita) (27 Prince St (btwn Mott & Elizabeth St), New York City, NY 10012, USA)princestreetpizza Selim meint: “Crispiest Slice in NYC! Very recommendable.”
      11. Williamsburg Pizza (Lower East Side) (277 Broome St (at Allen St), New York City, NY 10002)williamsburg Selim meint: “1st Price for best Slice 3 Times in a row! #respect”
      12. Motorino (East Village) (349 E 12th St (at 1st Ave), New York City, NY 10003)motorino Selim meint: “NYC’s finest & 1 of #whtsbf’s favorite places!” und “its all about details! these masters serve cane sugar coke with your pizza! #magnificent” und “Brusslespouts @ Motorino! Simply delish! These guys are up and running for 8 years and true to the game … hats off!”

      13. John’s of 12th Street (East Village) (302 E 12th St (btwn 1st & 2nd Ave), New York City, NY 10003, USA) johns Selim meint: “Vegan rules! Since 1908! #unbeleivable. These Guys are trippin'”
      14. Zwischendrin ein Eis: Big Gay Ice Cream Shop (East Village) (125 E 7th St (btwn 1st Ave & Ave A), New York City, NY 10009)biggayicecream Selim meint: “The salted Pimp rules the Street! 👍”
      15. Luke’s Lobster EV (East Village) (93 E 7th St (btwn 1st Ave & Ave A), New York City, NY 10009, USA) lukes Selim meint: “Simply yum! Just try the 15$ Lobster Sandwich! Very good for the small apetite. 🌟🌟🌟🌟”
      16. Rubirosa (NoLita) (235 Mulberry St (btwn Prince & Spring St), New York City, NY 10012, USA) rubirosa Selim meint: “Check out the Oven in the Back! 🌟🌟🌟🌟”
      17.  

      18. Zurück nach Brooklyn – wie wäre es mit Burger? Bareburger (Park Slope) (170 7th Ave (at 1st St.), Brooklyn, NY 11215, USA)bareburger Selim meint:”Good but not the best!”
      19. Nach vier Tagen verabschiedete sich Selim am Flughafen mit den Worten “Back to the Family” — Danke Selim, dass du uns mit auf die Reise genommen hast. Ich bin gespannt, welche Einflüsse es zu “Whats Pizza” schaffen – ich komme vorbei und probiere.

        (Fotos: Foursquare-Tipps der Nutzer)

fiene & 13. mai 2015

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Guten Tag. An diesem Morgen haben alle Schnappatmung, weil Facebook seine “Instant Articles” in den öffentlichen Test geschickt hat. Die New-York-Times ist dabei und einige rufen gleich den Anfang vom Ende aus. Dürfen Medienhäuser denn heute nicht mal mehr testen? Ich kann gerne noch mal ein paar Links raussuchen, wo ihnen mangelnder Mut zum Experimentieren vorgeworfen wird. Liebe ins Internet-Reinschreiber: Statt Aufregung würde ich lieber eine Auseinandersetzung mit der Funktionsweise lesen — was macht Facebook, damit die Reichweite den Medienangeboten zugerechnet werden kann, wie sieht das mit der Vermarktung aus, wird die Medienmarke ordentlich gewürdigt und so weiter …

Hashtag des Tages. Schaut mal nach #GOA15 und #GrimmeLeaks. Heute tagt noch mal die Jury für den diesjährigen Grimme Online Award. Gestern ist nicht nur ein Selfie ins Netz gelangt (siehe Foto), sondern auch die eine oder andere Indiskretion aus der Sitzung. Ich bin wie immer völlig unschuldig 😉

Format des Tages. Das Hochkantvideo. Mein RP-Online-Redaktionsleiter Oliver Havlat hat mir ganz fasziniert das erste Mal beigebracht, dass das Hochkantvideo eine eigene Gattung ist. Die Ice-Bucket-Challenge hat das Hochkantvideo hoffähig gemacht. Meerkat und Periscope setzen es mit Pride ein.  Und jetzt kommt Vervid.com: Dieses Projekt will ein YouTube für Hochkantvideos werden.  Wolfgang Blau twitterte Kontext:

Seminar des Tages. ”Kannst du mit dem Seminar nicht mal wieder nach Süddeutschland kommen?” Oft gehört – die Antwort lautet: Ja! Liebe Radio- und Fernsehmacher in Baden-Württemberg. Eure Landesmedienstalt bietet am 13. Juni ein Seminar mit mir zum Thema “Smartphone-Reporting” an. Neugierig? Macht mit und sagt es gerne auch euren Kollegen!

Indiskretion des Tages. Kara Swisher (sie mag meinen roten Anzug) hat es mal wieder rausgehauen: Verizon will ja AOL übernehmen und AOL überlegt deswegen die Huffington Post wieder zu verkaufen. Interessent laut Kara: Der Axel Springer Konzern. Was denkt wohl Hubert Burda?

Hä? des Tages. Ihr habt es bestimmt  schon mitbekommen, aber es lässt mich so ratlos zurück, dass ich es auch noch mal aufschreiben muss: 2,1 Millionen Amerikaner bezahlen noch den Dial-In-Dienst von AOL. Mit ihren (hoffentlich) 56k-Modems gehen sie so ins Netz. Wie wir vor 20 Jahren. Das ist langsamer als mit Edge. 2,1 Millionen … .

Betrug des Tages. Im Radio habe ich schon über diese Betrugsmaschen gesprochen, aber für euch habe ich auch noch mal diese Aufklärer-Links, für derzeit nervige Betrügereien. Die könnt ihr bestimmt immer mal gebrauchen.

Kaffee? What You Need To Know About The Past, Present And Future Of Coffee.

 

fiene & 12.05.2015

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Guten Tag. Heute Morgen habe ich etwas mit Germanwings gemeinsam. Wir warten. Die das Flugzeug. Ich auf den Flug. Der Support via Twitter war allerdings vorbildlich.

Countdown des Tages. Am Donnerstag feiern wir die 400. Ausgabe von “Was mit Medien”. Seit 10 Jahren läuft die kleine Kuschelsendung von Herrn Pähler und mir. Wir versuchen gerade die Stimmen der ersten Stunde für die Feiertagsausgabe bei DRadioWissen zu akquirieren.

Neuigkeit des Tages. Das ARD IFA-Radio kommt in diesem Jahr zurück. Zum dritten Mal funken wir von der IFA und ich habe auch schon eine Einladung bekommen. Ob ich mit Richard Gutjahr oder Herrn Pähler wieder eine WG für die Zeit in Berlin gründe? Wir wissen es noch nicht.

Gedanke des Tages. Ich bin ja Fan von Detektor.fm. Inhalte treffen auf gute Musik — das Team ist mit Leidenschaft dabei und schafft es nun schon seit Jahren auf dem Markt zu bleiben. Ausgerechnet die traditionellen Verlage sind ein nicht unwesentlicher Bestandteil, die das Bestehen mit sichern. Seit längerer Zeit vertonen die Detektor.fm-Macher nebenher das Streiflicht der SZ. Jetzt lesen die Detektor.fm-Stimmen noch weitere Inhalte von Verlagen ein. Irgendwie schräg.

Konkret lesen die Detektor.fm-Stimmen für die Nutzer der App Phonicle. Die Selbstbeschreibung:

Die neue Audio-Plattform PHONICLE (iOS und Android) verbindet moderne Mediennutzung mit traditionellem Qualitätsjournalismus. Ab sofort müssen Zeitungsleser unterwegs nicht mehr auf ihre Lieblingsmedien verzichten. Denn sie können sie ganz bequem auch mobil hören und nebenbei nutzen. Die Sprecher des Audiopartnersdetektor.fm lesen ihnen ausgewählte Artikel aus Tageszeitungen wie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und dem „Handelsblatt“ oder Magazinen wie „The European“ vor.

 

Journalist Marc Krüger fragt in seinem Blog: Macht die Phonicle-App dem Radio Konkurrenz? Meine Kurzantwort: Nein. Sein Testbericht ist trotzdem lesenswert.

Ich mache mir lieber Gedanken: Was sagt es uns, dass immer mehr (TM) Verlage ihre schriftlichen Texte auch vorlesen lassen. Funktioniert das überhaupt? Nicht ohne Grund schreiben tagtäglich Radioleute die Nachrichten hörgerecht um. Ich bin skeptisch.

Lesetipp des Tages. In meinem Berliner Motel One fühlte ich mich vergangene Nacht sehr sicher, denn die größte Reisegruppe stammte von der Polizei. Sie schützten nicht nur meine Träume, sondern auch den Israelischen Staatspräsident. Während Rivlin in Berlin weilt, ist als Austausch der “Rheinische Post”-Kollege Frank Vollmer derzeit in Israel. Er hat ein lesenswertes Reiseblog gestartet: “Ferne Freunde: Deutschland und Israel”.

Fakt des Tages. Googles selbstfahrendes Autos sind nicht unfallfrei. Aber dennoch beeindrucken die Zahlen. Sie hatten in sechs Jahren auf 1,7 Millionen Meilen nur elf kleinere Unfälle – die Schuld lag stets nicht an den Google-Cars, wie dieser Blogbeitrag von Googles Auto-Direktor zeigt.

Verpasser des Tages. Seit dem Wochenende findet in Düsseldorf die Beyond Tellerand statt. Eine kleine, feine Veranstaltung, die den Blick über den Tellerand für Webleute wagen will. Ich wäre so gerne dabei gewesen, aber es passte einfach nicht. Ich freue mich auf Nachberichte und folge dem Hashtag .